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Bei

I

Hiſtoriſch · politifche Blätter für das katholiſche Deutſchland.

Des Jahrgangs 1895

Zweiter Band.

Siforifc)-politifthe

Blätter

für das

fatbolifche Deutichland

herausgegeben

von

Edmund Jörg und Franz Binder.

(Eigentyum der Samilie Görree. )

Dundertundiehzehnter Band.

ee

München 1895. Sn Commiſſion der literariſch-artiſtiſchen Anſtalt,

BTANFORD ELIBRARIEB STACKS

DEC 21969

VII.

VIII.

* rt. . Seite Die firhlichen Union®beftrebungen gegenüber den Südflapen Pr R : ; ; B 1 Ein Bejud) in Aquileja k A f ; 17

Breußen und die katholijche Kirche von 1793—1797 24

Ein neuer Beitrag zur römifchen Frage . 49 Wegen einer Monarchie für Frankreich. : f 55 Beitläufe 4 u Pe 62

Das Reich im „neuen Dreibund“ für Oſtaſien und der Friedensvertrag von Simonoſeki. II. Zur Eröffnungsfeier des Nordoſtſee-Kanals.

Zur Literatur über die ſociale Frage . % . 77 (M. v. Nathufius).

Erinnerung an Emilie Ringeeis . . .. ) |

VI

IX.

XI.

XII.

XIII.

XIV.

XV.

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XVII.

XVIII.

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XX.

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Die kirchlichen Uniongbeftrebungen gegenüber den Südflaven (Schluß) . : 2 2 5

Der Kabinetswechjel in Defterreih (Cisleithanien) (Bon einem Reichsrathgabgeordneten.)

Zur Wirthſchaftsgeſchichte (Friedr. Schäfer.)

Beitläufe

Die Diktatur in Ztalien; Criſpi al® Staatsretter.

Thomas-Leriton

Erinnerung an Emilie Ringseis . (Schluß.)

Das Jubiläum des Borromäus-Vereind

Wanderbilder aus der deutſchen Norbmart 1. Auf der Inſel Sylt.

Schweizer Brief 5 Im Zeichen des geiftigen und focialen ——

Die „Lutherforſcher“ in Verlegenheit

Zeitläufe Die neneſte uUeberraſchung in Bulgarien und Ru land in Sicht.

Gewiſſensfreiheit bei deutſchen Reformatoren

Matthias Sittardus 5 Ein kaiferlicher Hofprediger des 16. ee

132

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XXI.

Banderbilder aus der deutihen Nordmark 2. Fleusburg. 3. Die Flensburger Föhrde.

Kapital» und Socialwirthihaft Nofentranzfeit und Roſenkranzandacht

Beitläufe i

Die „Emſer Depeſche“ von 13. Juli 1870 und der Schluß des vaticaniſchen Coneils.

Die Grabftätten der Breslauer Bifchöfe (Jungnitz)

Lehrbuch der Kirchengeſchichte von Hefele⸗Knöpfler.

Alphons Maria von Liguori Nach feinen Briefen.

Matthias Sittardus (Schluß) Der „Communismus“ des bi. Clemen® von Rom Centrum und Sutereijenpolitif

Beitläufe R ; > R P R h Die Müdlehr der Regierung von den Gladſtone—⸗ anern auf Salisbury und der Ausfall der jüngiten Parlamentswahlen.

Sammelwerte ftändiger Publicijten und Corre— fpondenten . £ h i A R e (Hermann Kuhn und Freiherr von Fechenbach)

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vul

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XxLIII.

XLIV

XLV.

Ein pädagogiſcher Leitfaden .

Onno Klopp's Gefchichte des dreikigjährigen Krieges Dritter Band.

Alphons Maria von Liguori (Schluß.)

Römische Jubiläumswanderungen in Jahre 1895 I. Zu Roms Lieblingsheiligen.

Beſchreibung des Bisthums Augsburg . ; B Centrum und Intereſſenpolitik

Beitläufe & i . » ; >

Die drei aftiven Mächte in Sachen Armenieng; die „armenijchen Gräuel“ insbeſondere. 1.

Aus dem kirchlichen Leben Schottlands

Ein Künftlerleben: P. Gabriel Wüger aus der Beuroner Kunſtſchule ; x & .

Die kirchlichen Martyrologien

Die Schulfrage und das dıriftliche Volt

1. Die Schulftage und die Freiheit des chriftlichen Voltes.

Römische Jubiläumswanderungen im Jahre 1895 1. gu Italiens berühmteſtem epijhen Dichter.

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LV.

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Seite Eine fprudreife Gejepgebungsirage . P: 526 Die neue Lage in Dejterreid) 336 Godfrid Adolf Bolufins, Weipbifhyoi von Mainz 1617— 1679 . e . . 543 Ein Künjtlerleven: P. Gabriel Wüger aus der Beuroner Kunſtſchule (Schlup.) 549 Die Sculfrage und das chriſtliche Wolf 563 II. Die Schulfrage und die Religion des chriſtlichen Voltkes. Ein Spaziergang um die Mauern Jeruſalems 576 Römiſche Jubiläumswanderungen im Jahre 1895 598 III. Zu einer der berühmteſten Statuen der Welt. Beitläufe 604 Die „Ehriften- Majjacres* in China und die Viffionen; die antidynaftiichen Geheimbünde. R. Ely über den Socialismus 625 Die firdlihen Martyrologien 629 Il. Das fog. Martyrologium Hieronymianum. Römiihe Rubiläumswanderungen im Jahre 135 643

IV. In der Peterskirche.

LVII.

LVIII.

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LXI.

LXII.

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LXIV.

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LXVI.

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Eine Geſchichte der Entwidlung und re der chriftlichen Kirche e (Allies.)

Die Ueberwindung der Socialdemokratie durch das „Bolt“. ae Erinnerungen und Ausblice.

Die I. Ausſtellung der „deutſchen Geſellſchaft für Hriftlihe Kunft” .

Zeitläufe.

Die drei aktiven Mächte in Armeniens: die „armeniſchen Gräuel“ ins8beſondere. II.

Hammerſtein's Leſungen für die gebildete Welt .

Aus Frankreich: Antifirchlihes

Chriſtlich oder katholiſch? Patriotiſche Betrachtung eines Oeſterreichers.

Zum Silber⸗Jubiläum der Centrumsfraktion Das neue öſterreichiſche Miniſterium Die ſocialdemokratiſchen Prediger .

Bum @edenttage ber heiligen Cäcilia . Au

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LAXIV.

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Chriſtlich oder katholiſch? Patriotiſche Betrachtung eines Oeſterreichers. Schluß.)

Die firhlihen Martyrologien

IIL Das jog. Martyrologium Dieronumianum

IV. Die kirchlichen Martyrologien.

Friedr. Nietzſche's Geiſtesentwicklung und Geiſtesphiloſophie

Die Judenfrage im Altertfum . .

Beitläufe

Die liberalen Kataftropgen in PER bis zur

Epoche „Queger“.

Des Kirchenlexiton neunter Band .

Brof. Birhom und der Darwinigmus .

Fried. Nietzſche's —— und

philoſophie. ESchluß.)

Kirchenpolitiſches aus Ungarn

- Die „bedingte Verurtheilungg . .

Die preußifchen Conjervativen und bie proteftantiichen Chriſtlich⸗Socialen

XL Seite 189

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XII

LXXIX.

LXXX.

LXXXI.

LXXXII.

Zeitläufe R ; Bum Reichstag I. Die Erfahrungen der hreuhiſch⸗ conſervativen Partei.

Grupp's Culturgeſchichte des Mittelalters

Zur mittelalterfihen Geographie . Die älteften Weltkarten.

Bur poetifchen Literatur 1. Blüthen vom Stamme des areuzes

Seite 915

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Zeitläufe Bum Reichstag I. Die Erfahrungen der hreubiſch⸗ conſervativen Partei.

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Zur mittelalterfihen Geographie . Die älteften Weltkarten.

Zur poetifhen Literatur 1. Blüthen vom Stamme des Nreuzes

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252 Der kaiſerliche Hofprediger M. Sittarbuß.

Ebenſo anerkennend äußerte ſich über die Wirkſamkeit des Sittardus Cardinal Hoſius, der ſich 1660 1561 als päpſtlicher Legat längere Zeit in Wien aufhielt. Sowohl in ſeinen Berichten an Cardinal Borromäus !) als in ſeinen Briefen an Cardinal Otto von Augsburg iſt er voll des Lobes für „den frommen und gelehrten Mann“. Es ant—⸗ wortete denn auch Borromäus unterm 25. September 1560: Der hl. Vater fei Sittardus von Herzen zugethan und er werde nicht unterlafjen, ihn nach Gebühr zu be- lohnen.?) Cardinal Otto feinerjeit3 lobt wiederholt den Wiener Hofprediger ; insbejondere beglückwünſcht er ihn, daß er den Gebrauch eingeführt habe, für den Papſt zu beten, und daß er wegen der Nachtheile, die er durd) jeine Pre— digten der Ketzerei zufüge, in anonymen Schmählibellen an— gegriffen werde?) (Schluß folgt.)

1) Bgl. Hofins an Borromäus, Wien, 12. Juni und 3. Sept. 1560 bei A Theiner, Vetera Monumenta Poloniae. Romae 1861. II, 609 618.

2) E. S. Cyprianus, Tabularium Ecclesiae Romanae seculi XVI. Francofurti 1743. ©. 126.

3) Ygl. Dtto an Hoſius 1560—1561 in Pogiani Epistolae IT, 97, 106, 108, 120, 121, 145, 151, 159, 162, 226, 247. Otto an Sittardus, 2. Nov. 1560: 1I, 149; 21. Aug. 1562: III, 117.

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Alphons von Liguori. 423

an das Menſchenherz, um es zu heilen und zur Buße zu führen und ihm die Hand in allen Lagen des Lebens zu reichen. Bald begleiten ſie ihn auf den Wegen des prieſterlichen Lebens, bald zeigen ſie die ſchwierigen Pfade der reli— giöien Vollkommenheit, bald leiten fie zu jener allen Ehrift: gläubigen nüglichen Krömmigfeit an. Alphonfus insbejondere it als Lehrer nach meiner Ueberzeugung unerreicht und uns vergleichlich in der Anwendung der chriftlichen Lehre auf das praftiiche Leben. Alle jeine Bücher, ausgenomnien viel⸗ leicht die Bücher gegen die Ungläubigen, hatten eben zunächſt in ſeinem apoſtoliſchen Amte ihren Urſprung. Daher übertrug ſeine große apoſtoliſche Liebe und ſein eigenes religiöſes Leben in ſeine Bücher die Gedanken und beeinflußte auch deren ſtiliſtiſchen Ausdruck. Die Moraltheologie und das menſchliche Herz wurden daher der vorzügliche Gegenſtand jeiner Studien. Als wahrer Philoſoph durchforſchte er . Herz und Gewiffen der Menjchen nach allen Seiten bis in igre Tiefen, um in ihren Geheimniffen, Neigungen und Kämpfen den Weg zu finden, auf dem er fie ans dem geiftigen Echlafe erweden, fie aufrichten und in der heiligen Liebe Jeſu Ehrijti erneuern fünnte“.

31°

Alphons von Liguori. 423

an das Menjchenherz, um e3 zu heilen und zur Buße zu führen und ihm die Hand in allen Lagen des Lebens zu reichen. Bald begleiten fie ihn auf den Wegen des prieſterlichen Lebens, bald zeigen jie die jchwierigen Pfade der relis gidjen Vollkommenheit, bald leiten fie zu jener allen Ehrift- gläubigen nüglichen Frömmigkeit an. Alphonfus insbefondere iſt al& Yehrer nad) meiner Ueberzeugung unerreiht und uns vergleichlih in der Anwendung der chriftlichen Lehre auf das praktiſche Leben. Alle jeine Bücher, ausgenommen viel- leicht die Bücher gegen die Ungläubigen, hatten eben zunächſt in jeinem apojtolifchen Amte ihren Urjprung. Daher übertrug feine große apojtolifche Liebe und ſein eigenes religidjes Leben in jeine Bücher die Gedanken und beeinflußte auch deren ftitijtifchen Ausdrud. Die Moraltheologie und das menschliche Herz wurden daher der vorzügliche Gegenjtand jeiner Studien. Als wahrer Philoſoph durchforfchte er .Herz und Gewiffen der Menjchen nad) allen Seiten bis in ihre Tiefen, um in ihren Geheimniffen, Neigungen und Kämpfen den Weg zu finden, auf dem er fie aus dem geiftigen Echlafe erweden, jie aufrichten und in der heiligen Liebe Jeſu Chriſti ernenern könnte“.

31°

4R6 Ein Künitlerleben.

Non ‚zeinbeit, Einheit der Verhältniſſie harte mar faum eine Ahnung Die Gewandung wurde ir Ganzen nad dem Hirdermann gezeichnet oder aus Einzelmotiven combinirt fo aut es ging: es wurde vor allen auf schöne Einzelmotive geieren, aber nicht auf Das Leben und die Einheit Des Ganzen. Tas führte nothwendig zu einer Scheinnatur, nicht zur wahren Natur. wtt zum Verſtändniß der wahren, an und vom meniblten Körper bewegten Gewandung. Nur Eines wurde immer noch als heilege Tradition Der Schule hochzehalten: Der gute Ban der Qomworitton, ein architektor Element in derielben: das mar Das wirkl:ch

Ideale. was die Akademie haste. Ver ibre großen Ziwühen

in Form und Farbe Trehen mtr üder ein Mirteide kommen. Das weder mehr ganz deal, noch real war.

Inzwiſchen; mer Man wurde des Ideten ik die Aechthett de hungern. Tarwtn'icke Sue Kunſt um Sich. Sud de zerĩetzende. m

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548 Der Geſchichtsſchreiber Voluſius.

ſelben gehaltenen Tafel, worauf geſchrieben ſteht: Ego -Willi- gisus conservus tuus et fraterno tuo. Der andere Stich hat die Inſchrift: 8. Willigisus aepus, Henricus Aepus, dozwifchen auf einer Tafel: Venerabili et dilecto Heinrico Sce Magontine sedis. Davon ift nur ein Eremplar bei den Bollandiften befannt, - ein zweites fannte Severus. Bolufius hatte mit Weihbischof Walenburg jedenjall3 eine alte Handſchrift des Willigis- Officiums bei Gelegenheit einer Bijitation im St. Stefansftift zu Mainz aufgefunden und 1675 zum Drud befördert, auch die Aufnahme der Verehrung des Hi. Willigis ind Mainzer Brevier durchgeführt.!)

Handſchriftlich hinterließ Voluſius eine Fortfegung des Catalogus testium veritatis des D!. Eyſengrein, Dillingen 1565, bis zum Jahre 1666. Ob basfelbe bei Bourgeat zu Mainz erfchien, bleibt fraglih. Außerdem fchrieb er noch: Historiae sacrae Mogunt. medulla ex variis authoribus ‘ac bonam sub partem ex R. P. Nic. Serarii S. J. rebus Moguntinis nec non diversis manuscriptis commentariisque collecta etc ?)

Ardivar 5. W. €. Roth.

1) Katholit 1869 I, 219-231. 1873 II, 715. 1881 II, 400. - Literar. Handweijer 1868. Nr. 55 S 220. Serapeum 1868, Nr. 7, ©. 103. Joannis, rerum Mogunt. I, praef. 8.

2) Rheiniſches Archiv ed. Vogt und Weigel IX (1812) S. 175.

562 Ein Fünftlerleben.

totale Bemalung der gothiichen Kirche von Emaus in Prag beforgte und die Marienfirche in Stuttgart mit großen Stationenbildern verjah. Wie durch dieje ganze Periode hindurch der Stil der Schule allmählig ſich ausbildete und verjeftigte, wie er unbejchadet der granitenen Grundlage jeiner Principien Wandlungen durchmachte und gegebenen Verhältniffen ſich anpaßte, das ſoll vielleicht ein andermal näber dargelegt werden; hier aber muß betont werden, daß zu den Kunjtichöpfungen der Schule P. Gabriel immer das jrinfte Gold aus dem Schage jeines reinen Herzens und jenes gedienenen Wiſſens beibrachte.

Die legte Arbeit war die Vollendung de3 Sanktuars in Monte Caſſino. Dort hatte Wüger eben die Cartons für die St. Martinskapelle faſt vollendet, da ſtarb er an innerer Verblutung eines friedlichen Todes am 31. Mai 1893 Dort, wo er vor zwölf Jahren zum Prieſter geweiht worden war, ijt er aud) begraben, und zwar neben der Zelle, in welcher nad) der Tradition der hi. Batriarch die Ordensregel gejchrieben, in einem in die Wand eingetieiten Loculus, an der Seite des Gardinals Bartolini, eines Verehrers des Beter Cornelius und Wügers. Dort harrt jein Leib der frohen Urſtänd; jeine Werfe aber jind ihm nachgefolgt, weil tie in Gott gethan waren, und jeine Seele labt jid) wohl ichon jegt am Urquell der ımerjchaffenen Schönheit, nach der jie hienieden gedürftet und verlangt hatte

LG

L.

Die Schulfrage und das driftliche Bolt.

I. Die Schulfrage und die Religion des chriſtlichen Volles. (Schlupartifel.)

Bis aufRonfjeau war es die gllgemeine und feſtſtehende Ueberzeugung der Vorzeit, daß mit der religiöjen und nati— onalen Conſtitution eines Volkes auch) jeine Erziehungsweiſe gegeben ſei, ohne daß es der vorgängigen oder nachträglichen Approbation einer Pädagogenverjammlung bedürfe Und jo galt demm auch die hriftliche Erziehung unjerer Kinder al3 eine mit der Annahme des Chriſtenthums durch unſere abend ländiichen Völker gejegte Thatiache. Ueberzeugt, wie man war, daß die Gejchichte der Völfer auch ihre Erziehungs: weile geitalte, dachte man in den Jahrhunderten vor Roufjean wohl faum an die Möglichkeit, dan einmal verjucht werden fünnte, den entgegengejeßten Weg zu bejchreiten und durch Erziehung Gedichte zu machen oder mit andern Worten durch die Schule dem Volke einen andern geiltigen Stempel aufzudrücen.

Au diejer Anſchauungsweiſe der Vorzeit hat auch die Kirchentrennung des 16. Jahrhunderts feine Aenderung hervor: gebracht. Noch das weſtfäliſche Friedensinjtrument erflärt die Schule für cin Annexum religionis, womit ja deutlich gejagt it, daß die Annahme einer bejtimmten Religion durch ein Volk oder einen Volfstheil auch für die Gejtaltung feines Scyul- und Unterrichtswejend entjcheidend jei. Der wefl-

628 R. Ely über den Socialismus.

gemadt. Wenn fchon jegt troß ber trefflichen Communifations- mittel der ‘Preis des Fleiſches ftetig fteigt, obgleich eine zafl- reiche Klaſſe fat gar fein Fleiſch ißt, wie unerjchwingfich würde dann erjt der Preis, wenn alle Menfchen Fleiſch äßen! Vie Socialiften unterfhäßen die Wirkungen der hriftlihen Nädhiten- liebe, die faktiſch das Loos der Arbeiter erträglih macht. während fie die Uneigennügigfeit und Opferwilligfeit der menſch- lihen Natur überfhäpen. Gegenüber dem modernen Kapitalis mus, der den infolge natürlicher Fehler oder einer fchlechten Erziehung zu angeftrengter Arbeit unfähigen Menfchen das Erijtenzrecht abfpricht, ijt der Socialismus jedenfall3 im Recht, wenn er für denfelben eine menfchenwürdige Behandlung ver: langt und die Armenhäuſer Englands verwirjt, die jür jeden, der nod einen Zunfen von Ehrgefühl hat, unerträglich find. Tie Mildthätigfeit de modernen Englands ift fprid: wörtlich, die höheren und mittleren Klaſſen wetteifern mits einander in Werfen der Barmherzigkeit; was jedoch vielen Neichen fehlt, it das Wohlwollen und die Sympathie mit den Armen, die Geduld mit den Fehlern der Armen, in einem Worte: die wahre chriftliche Liebe, weldhe in dem Armen den Bruder chrt und liebt. Die Darftellung ijt durchlichtig und Mar, und fußt auf gründlichen Studium der einfchlägigen Literatur, die im Anhang gegeben wird. A. Zimmermann S J.